Bericht London

Beim Grand Prix Turnier in der Hauptstadt Englands war ich auf Position drei gesetzt. Vor mir eingestuft wurden der Rumäne Filimon und der Schotte Rumgay.
Mein erstes Gruppenspiel stand am Sonntag um 11 Uhr auf dem Programm. Insgesamt 228 Teilnehmer starteten in der offenen Herren-Klasse, trotzdem hatten die Veranstalter das Finale auf 15.30 Uhr angesetzt. Neben den zwei Topgesetzten machten sich noch mein Teamgefährte Hongming, mein Kumpel Siawash Golshahi und einige Engländer wie Meads und Jarnall Hoffnungen auf die 325 Pfund Siegprämie.
In der Gruppenphase wurde ich nicht gefordert und hatte die Möglichkeit, mich einzuspielen und an die kalte Halle zu gewöhnen. Auch in den ersten beiden Hauptrunden, die ohne Pausen hintereinander weggespielt wurden, konnte ich mich schadlos halten. In der Runde der letzten 16 traf ich dann auf einen mir unbekannten Engländer, der mit zwei Sätze mit seiner starken Rückhand abnehmen konnte. Im fünften, entscheidenden Satz war ich dann hochkonzentriert und gewann mit 11-4. Das Viertelfinale bestritt ich gegen Meads, einen englischen Jugendnationalspieler,  der in der Runde zuvor einen starken Chinesen ausgeschaltet hatte. Nur im dritten Satz hatte ich einige Schwierigkeiten und nutzte erst den dritten Matchball zum 3-0 Sieg. Die Auslosung hatte ergeben, dass ich im Halbfinale auf den Topgesetzten Lucjan Filimon treffen würde. Und so kam es dann auch. Endlich zeigte ich mal wieder wirklich gutes Tischtennis und setzte mich mit 3-0 überraschend ungefährdet gegen den Rumänen durch. Zuvor hatte sich Hongming klar gegen Siwi durchgesetzt, sodass  im Finale mein Mannschaftskollege auf mich wartete. Dieser war an diesem Tag nicht zu schlagen. Mit Vorhand und Rückhand gelang meinem Nachbarn fast alles und somit strich der 18-jährige Chinese verdient die Siegprämie ein.
 

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