Bericht Flandern
Zu viert machten wir uns am Donnerstagmorgen auf die Reise von Montpellier nach Brüssel. Nach 13 Stunden anstregender Autofahrt errreichten wir erschöpft die Halle. Ein kurzer Blick in die Halle, ein schneller Smaltalk mit anderen Teilnehmern und der Blick auf die Auslosung. Zu Antesten der Spielbedingungen reichte die Kraft nicht mehr und so suchten wir schnell die Unterkunft für das Wochenende auf.
Erholt und mit voller Kraft voraus wollte ich am Freitagmorgen in die erste Runde des Turniers starten. Das geling mir leider überhaupt nicht. Ich bekam es mit Mikkel Hindersson aus Dänemark zu tun. Ein nicht unbekannter Name, der vor allem im letzten Jahr im Jugendbereich internationale für Aufsehen gesorgt hatte. Trotzdem eigentlich eine lösbare Aufgabe. Doch nach einem fulminanten 1. Satz verlor ich zusehends die Kontrolle über das Match. Der junge Däne hatte keinerlei Probleme mit meinen Aufschlägen, die an diesem Tag leider nicht die gewohnte Qualität besaßen. Mit 1-4 ging das verloren und der Auftakt damit in die Hose. Mit einer Niederlage ist bei dem außergewöhnlichen Spielsystem der Flandern Open noch nichts verloren, deshalb war ich nach einer kurzer Phase wieder voll motiviert. Leider erlitt mein Kumpel Siwi Golshahi das gleiche Schicksal in der ersten Runde und so mussten wir uns in der nächsten duellieren. Durch tausende von Trainingseinheiten und Begegnungen in den letzten Jahren kennen wir beide uns in- und auswendig und das Spiel war völlig offen. Siwi präsentierte sich ab dem 5. Satz konzentrierter und cleverer und hielt mich mit 4-2 in Schach. Nun war die Enttäuschung doch groß, mit großen Ambitionen war ich angereist. Jetzt ging es bei mir nur noch um Schadensbegrenzung und den Gewinn an Weltranglistenpunkten. In den folgenden vier Partie blieb ich jeweil siegreich und schaffte damit einen versöhnlichen Abschluss. Hintereinander bezwang ich Amoldas (LIT), Kuchuk (BLR), Rasmussen (Dänemark) und den für den 1. FC Köln startenden Engländer Daniel Reed. Platz 49 war die Belohnung. Alles in allem war der Besuch der Flandern Open nicht der Hit. Durch das Spielsystem musste man für das letzte Einzel bis Sonntag in Brüssel bleiben. Bei dem nächsten internationalen Turnier möchte ich fitter in das Turnier starten und eine bessere Lestung zeigen.



